... die Gassen von Fès

15.11.2012 17:39

Ein hoch auf die amerikanischen Wärmepads! Sie halten uns (vor allem den weiblichen Anteil der Reisecrew :-) ) die ganze Nacht über schön warm, während drausen vor dem Zelt die Temperaturen jenseits des zweistelligen Betrages sind!

Heute wagen wir uns wieder in die Medina von Fès. Trotz geliehenen Reiseführer mit Stadtplan von Fès dauert es einige Zeit, bis wir wissen wo genau wir uns befinden. Anfangs wandern wir durch Gassen, wo wir mehr oder weniger immer in Sackgassen landen, bis uns einer zurückschickt wo wir hergekommen sind und in irgendeine andere Richtung (genau habens wir nicht verstanden) - aber es klappt, und vor der ersten Koranschule - Médersa Bou Inania - wissen wir endlich wo wir sind, und besichtigen diese auch gleich.

Anschließend wird durch die Gassen geschlendert, vorbei an jede menge (Teppich-)Händler... wir besuchen dann noch eine zweite, die Médersa Attarin, und können nochmal die merinidische Baukunst bewundern. Mosaike, Schnitzereien, Stuck - alles in detailierter Kleinstarbeit.

Sind wir anfangs den Guides entkommen, so bequatscht uns jetzt mitten in der Stadt ein Händler, der uns den Eingang zu der Bibliothek auf der Rückseite der großen Moschee (mit 14 Toren!) zeigt. Als er uns jedoch ins Restaurant (das er uns auch empfohlen hätte) nachfolgt und nicht mehr geht, sehn wir zu dass wir durch die nächste Gasse verschwinden - das wurde uns dann doch wieder etwas zu aufdringlich!

Nach einem Happen für den Magen wagen wir uns in das Gerberviertel, gehen auch nicht weit da werden wir schon angesprochen ob wir die Gerbereien besichtigen wollen - heißt hier: von der Terasse eines Geschäftes aus in die Töpfe der Bleicherrei und Färberrei zu sehen. Anschließend wird einem im Laden noch Lederware zum Verkauf angeboten (eh klar...). Die Babouches (Lederpantoffeln), die es hier überall gibt, heißen übrigens auch "Berber Adidas" :-)

Mit ein bisschen suchen schaffens wir dann endlich, der Medina mit ihrem Gassengewirr zu entfliehen (nicht ohne von mindestens 15 weiteren auf eine "Führung" angesprochen zu werden!) und uns ein Petit Taxi ranzuwinken.

Zurück am Campingplatz lernen wir den Wahl-Australier Ib kennen, der sich mit seinem Landy-Zu-Hause neben uns gestellt hat. Wieder ein Kerl ders richtig gut erwischt hat - 10 Wochen arbeiten (Chefmechaniker auf einer Yacht) und 10 Wochen Freiheit ... der hat schon einiges von der Welt gesehen! :-)