... Fogara, Kasbah und Schulbesuch

05.10.2012 13:34

Thomas zeigt uns noch etwas von der Umgebung, und so besuchen wir den Nachbarort Ait-Ouazzag wo eine der letzten funktionierenden bzw. genützten Fogara's ist. (Dabei wird unterirdisch einer Wasserader nachgegraben, bis sie zur Oberfläche kommt.) Es ist dort eine schöne Oase! Natürlich haben wir bald unauffällige auffällige Beobachter, die uns Nachschleichen. Die beiden Jungs unterstützen dann Thomas tatkräftig bei der Führung durch die alte, zerfallene Kasbah des Dorfes (Speicher- und Wohnburg, wie bei uns früher mit den Stadtmauern einer Burg), und pflücken uns sogar frische Feigen zum kosten :-)

Mittags verabschieden wir uns von Carlo & Irina, die weiter Richtung Süden aufbrechen wollen. Wir begleiten Thomas, der die Kinder von Ali in die 4km entfernte Schule fährt. Die 3 Zwergerlklassen sind die bravsten, die wir je erlebt haben! Alle sind muskmäuschenstill und sitzen brav hinter ihrem Pult (auch die Halb-Pubertierenden), was wohl auch an dem noch üblichen Gebrauch des Rohrstockes für die Finger liegt! Im Winter müssen sich die Kinder das Holz fürn Ofen in der hinteren Zimmerecke selber mitbringen, ansonsten herrschen in dem kargen Betonbau sicherlich Außentemperaturen!

An der Olivenfarm füllen wir unsere Wasservorräte noch auf (mit Trinkwasserqualität!) und brechen auf über eine Piste gen Norden nach Talsinnt.

Die Piste querfeldein hats in sich, nimmt man eine Gabelung und plötzlich sind die Spuren aus! Mehrere Grabendurchfahrten (was das Wasser so ausschwemmt wenns mal regnet) und RUMS - linkes Rücklicht hängt runter (war schon kaputt). Gewebeband, und fix. 1min und 10meter weiter - RUMS. Rechtes Rücklicht hängt runter, das wär aber noch heile gwesn, bis dorthin ... naja. Wieder auf der Piste und weiter.

In Talsinnt noch unsere Frisch-Vorräte etwas aufgestockt und die Piste richtung Anoual gesucht. Hat ein wenig gedauert, bis uns endlich die Track-Liste der Pistenkuh eingefallen ist, dann habens wir leicht gefunden und sind noch gefahren bis es finster war (Also so 18 Uhr und kurz darauf natürlich stockdunkel!). Wir haben vor Marion & Walter mit ihrem KAT entgegenzufahren.
Den Schlafplatz dann neben der Piste, mitten im Nirgendwo, sehen tut man sowieso nur Stirnlampenweit - und dann hört man beim Kochen so komische Knurrgeräusche?! Oder wars nur lautes Schnauben? Kurz, aber es reicht um einem für die Nacht Elefantenohren zu verpassen, man hört die Flöhe husten und der Wind ist dabei nicht sehr hilfreich, wenn man alleine irgendwo im niergendwo steht .... na dann Gute Nacht!