Von Reifen, Elefantengras und 34°

13.04.2014 11:40
Soviel zu unserer Theorie mit dem Wind. Ab halb 3 Uhr morgens gabs einen Sturm, dass es mit schlafen ziemlich vorbei war. Dafür um 7 uhr plötzlich Windstill O.o
 
Heute fahren wir weiter die Piste von Merzouga nach Mhamid. Auf dem Weg sehen wir zweimal Kinder, die kleine Wüstenfüchse gefangen haben und für Fotos den Touris unter die Nase halten. Arme Tiere!! :(
 
Nach Tanken, Wasser und Brot kaufen gehts in Richtung Süden. Nach übler Wellblechpiste und ordentlich staubigem Fech Fech (fein gemahlene Tonerde) kommt der nächste Sandkasten.
Im Erg Ouzina tobt sich Christian wieder aus. Unseren Dünenkessel, in dem wir schon übernachtet haben, können wir wieder ausfindig machen. Da wurden dann ordentlich Runden gedreht - bis es einen Knall gibt ... den rechten Vorderreifen hats von der Felge runtergezogen! ... Heißt runter mit dem Rad und wieder auf die Felge draufziehen. Funktioniert beim ersten Versuch. Bei Schweißtreibende 32° mittlerweile. 
Unsere Freunde, die silbernen Wüstenameisen (bistige aggressive Mistficher!!!) sind auch bereits in den Dünenkessel 
eingezogen, und verfolgen uns regelrecht! Was die Arbeit ungemein erleichter -.-
 
Reifen drauf und weiter gehts. Dauert aber nicht lange, da sitzen wir auf so einem verdammten Elefantengrashügel fest. Vorderachse in der Luft ... rien ne va plus. Hätten uns eigentlich gedacht dass wir da noch drüber kommen mit dem Schwung von der Düne runter. Tja. ... mittlerweile bei (erstmals) 34° wird geschaufelt und probiert auf dass wir das Auto da wieder runter bekommen. Klappt dann schließlich, wir fix und fertig. Jetzt erstmal im Schatten ....
 
Der Nachtplatz wird vorher auf Ameisen untersucht, bevor wir uns niederlassen. Nicht dass wir morgen wieder vom ganzen Klan attackiert werden wie letztes Jahr!
Dafür ist der Boden mit kleinen Korallenstücken übersäht und wir haben jede menge kleine Wüstenspringmäuse in den Büschen rund um uns. Kleine süße seidige Dinder :-)