... wieder in die Wüste

09.11.2012 16:10

Wir starten wieder los in richtung Süden, aber nicht ohne vorher unseren Lieblings-Händler zu besuchen. Er freut sich sichtlich uns wieder zu sehen, und staunt nicht schlecht über die Mengenangaben bei den Gewürzen ...

Es geht über Agdz nach Zagora, wo wir in einem Straßen-Resti uns Brochette (Spießchen) und eine Tajine (diese mit Kalbshackfleisch und Ei) einverleiben. Bevor wir weiterfahren, werden wir von einem Touri.-Fänger angesprochen (ob wir Bivak oder Kameltour brauchen, in der Wüste, blablabla ....) - Christian is so gut und sagt, ok, wir kommen mit zu seinem Laden um die Adresse zu holen (die wir nicht brauchen - nur damit er uns in Ruhe lässt).

Dort probieren wirs mal mit Tauschen ....
Funktioniert dann ungefähr so: Wie viel ist unseres Wert? Ich gleich gegenfrage - Wie viel ist ihres Wert? Natürlich wird ein überteuerter Touristenpreis genannt. Ich erklär ihm dass ich das schon viel Günstiger gesehn habe! Jaja, tauschen ok, wie viel würden wir denn noch bezahlen? Nur ein bisschen Geld, so 150dh noch drauf? ... Sonst hat ja seine Familie nix davon und außerdem, wie könnte er sonst neue Sachen kaufen und blablabla .... nur "a little Money" mehr .... Ich hab ja fast schon damit gerechnet, trotzdem machts uns sauer ... seine enorme Statur und das Unwissen, wie er reagieren würde, hindert uns daran einfach unseres zu nehmen und zu gehen. Auch der Händler wird ungehalten, er merkt dass wir nicht darauf einsteigen wollen...
Im Endeffekt zahl ich (entnervt) einen sehr geringen Betrag (30dh) drauf, guter Tausch für uns, der Händler ist nicht mehr so glücklich als wir gehen (endlich habens wir auch mal geschafft^^)!
Fakt: fange nie einen Tauschhandel mit einem Souvenirhändler an! Haben wir heute gelernt, und hatten Glück dabei dass wir so gut ausgestiegen sind :-)

Endlich können wir aus Zagora verschwinden, und fahren die Südpiste richtung Taouz, also in die andere richtung als wie vor einem Monat.
Der eine Militärposten heute ist wie gewohnt freundlich, die Piste ist holprig, steinig, durch die Hamada (Steinwüste) hindurch.
Das Nachtlager schlagen wir zu gegebener Zeit auf der nächstbesten geraden Stelle neben der Piste auf.
Da es schon den meisten Tag mehr oder weniger starkt Regnet, und auch jetzt nicht nachlässt, wird unser Abendessen kurzerhand ins Dachzelt verlegt - kein Wind, kein Regen :-)